Sport und Osteoporose

Sport ist aktive Osteoporose-Vorbeugung

Wer sich viel und intensiv bewegt, verbessert nicht nur seine Ausdauer- und koordinativen Fähigkeiten, sondern trainiert auch die Knochen.
Sportliche Betätigung führt zu einer signifikanten Steigerung der Knochendichte, welche bis ins Alter anhält und eine drohende Osteoporose um Jahre hinauszuzögern vermag.

Sport ist Knochenarbeit

Der grösste Teil des Knochens wird während dem Wachstum aufgebaut. Sportliche Aktivität belastet den Knochen, was zu einer Verbesserung der Knochendichte führt. Es wird mehr Calcium eingelagert und die Knochenbälckchen werden stärker und dichter. Von diesem Vorteil kann in jedem Alter profitiert werden. Selbst jüngere und auch ältere Erwachsene können durch Sport ihre Knochendichte noch in geringem Umfang steigern, bzw. den natürlichen Abbau essentiell verzögern.

Sonst_Knochenstruktur Sonst_un_gesunder_Knochen

Natürlicher Knochenabbau im Alter

 Sonst_Knochendichte_01  Sonst_Knochendichte_02
Die Diagramme zeigen den natürlich ablaufenden Knochenschwund im Verlaufe des Alters. Deutlich ist der immens schnellere Abbau bei Frauen nach der Menopause infolge der grossen hortmonellen Umstellungen sichtbar.

Untersuchungen haben aber eindeutig nachgewiesen, dass bei sportlicher Betätigung der Kurvenverlauf des Knochenabbaus im Alter positiv beeinflusst werden kann. Je höher allerdings das Ausgangsniveau bei jungen Erwachsenen ist, desto später sinkt die Kurve unter einen kritischen Punkt. Das Fundament dazu legt man sich aber in den Jugendjahren zu!

Doch Sport ist nicht gleich Sport

Die Wirksamkeit sportlicher Belastung ist abhängig von der ausgeübten Sportart. Positive Effekte auf die Knochenbildung gehen am meisten durch sogenannte «High-Impact-Sportarten» wie Basketball oder Kunstturnen aus. Diese Sportarten lösen geeignete Reize auf die Knochenbildung aus, indem repetitive, starke und kurzzeitige Stossbelastungen auf das Skelett auftreten. Was die Knochen fordert macht sie stärker. Sportarten mit einem mittleren Impact wie Jogging und Ballspiele haben einen messbar geringeren, aber immer noch eindeutig knochenaufbauenden Effekt.
Zu einem guten Knochenaufbau sind aber auch eine genügende Energieaufnahme und Versorgung mit Calcium und Vitamin D nötig.
(Zusammenfassung aus mobile 3/02; Bernhard Marti)

Zitate

Oder frei nach Dr. Jürgen Weineck:
Wer ein Leben wie ein Stallhase führt, darf sich im Alter nicht wundern, wenn er Knochensubstanz verliert, auch «Faulenzer-Osteoporose» genannt.

Dr. Lukas Zahner am STV-Kongress 2002 in Zürich:
«Durch richtige Ernährung und Gewicht tragende Aktivität kann die Knochenmasse aktiver Kinder, im Vergleich zu sich wenig bewegenden Kindern, bis zum 18. Lebensjahr um 10% erhöht werden. Dadurch kann wiederum das Oberschenkelfrakturrisiko bei alten Menschen um bis zu 50% gesenkt werden!»

Risikofaktoren für Osteoporose

Bewegungsmangel, Belastungsmangel, Untergewicht, Fehlernährung, Rauchen, Oestrogenmangel, Kortison, Veranlagung zur Osteoporose.

Der Hauptrisikofaktor ist aber eine zu tiefe Knochendichte am Ende der Pubertät. Die Weichen werden also in der Jugend gestellt!

Folgen für das Gesundheitswesen

Was das heisst und welche Auswirkung diese Tatsache auf die Gesundheit und die Gesundheitskosten hat, kann man sich selber ausmalen.
Folgerung: Bewegung im Kindes- und Jugendalter ist extrem wichtig und hat eine herausragende prophylaktische Wirkung.

Links

Via Google alles zum Stichwort «Osteoporose» erfahren.
Gute Seite zum Thema: http://www.osteoporose.com/
Die enthaltene Animation gibt einen guten Überblick über das Thema.