Schwei­zer Mei­ster­schaf­ten Tram­po­lin 2026

(Text: Tim Dan­nen­berg Fotos: zvg. / Tim Dannenberg)

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de (16./17.5.2026) fan­den in Kri­ens in der neu­en Pila­tus Are­na die Schwei­zer Mei­ster­schaf­ten im Tram­po­lin­tur­nen statt. Ins­ge­samt gin­gen in der Ein­zel­ka­te­go­rie 24 Tur­ne­rin­nen und Tur­ner aus dem Tram­po­lin­be­reich an den Start. Im Syn­chron star­te­ten 15 Tur­ne­rin­nen und Tur­ner und ein Team war für den Team­wett­kampf gemeldet.

Die dies­jäh­ri­gen Schwei­zer Mei­ster­schaf­ten wur­den in einem neu­en For­mat durch­ge­führt. Am Sams­tag wur­den alle Qua­li­fi­ka­tio­nen aus­ge­tra­gen wäh­rend am Sonn­tag die Ent­schei­dun­gen in den Final­durch­gän­gen auf dem Pro­gramm stan­den. Bereits am Sams­tag wur­de klar, 23 der 24 Tur­ne­rin­nen und Tur­ner aus dem NKL haben ein Final­ticket gelöst und durf­ten am Sonn­tag noch­mals antre­ten. Dazu kam, dass es Elia Locher am Sams­tag gelang, die zwei­te WM Qua­li­fi­ka­ti­ons­norm zur erfül­len und hat sich damit erfolg­reich für die Welt­mei­ster­schaf­ten Ende des Jah­res in Chi­na empfohlen.

Team Fina­le

Das High­light am Sams­tag war das Team­fi­na­le. Nach allen Ein­zel­qua­li­fi­ka­tio­nen erreich­te das Team aus Sina Rüfe­nacht, Liam Nil­sen, Noël Steck und Elia Locher das Fina­le auf Rang 5. Für das Team wur­de ziem­lich schnell klar, dass es alles oder nichts heis­sen muss, um vor­ne mit­zu­hal­ten. Von vier Team­mit­glie­dern star­ten in die­sem Modus jeweils drei, von denen das End­ergeb­nis jeweils addiert wird. Das Team ent­schied sich, die­je­ni­gen Tur­ne­rin­nen und Tur­ner star­ten zu las­sen, wel­che am mei­sten Punk­te lie­fern kön­nen. So star­te­te Liam als Erster für das Team. Mit einer guten Übung schaff­te er 49,9 Punk­te und leg­te eine soli­de Grund­la­ge für das Team. Als näch­stes star­te­te Noël mit sei­ner schwie­ri­gen Kür. Er begann mit einem Drei­fach­sal­to vor­wärts und einer hal­ben Schrau­be und turn­te bis zum Ende sehr gut. Lei­der unter­lief ihm im letz­ten Sprung ein klei­ner Feh­ler, wes­we­gen er den 10. und letz­ten Sprung auf die Mat­te setz­te und die­ser so nicht mehr gezählt wer­den konn­te. Um jetzt noch vor­ne angrei­fen zu kön­nen, muss­te Elia eine gute Übung zei­gen und dies tat er auch. Mit zwei Drei­fach­sal­ti zeig­te er die schwie­rig­ste Übung in die­sem Fina­le und konn­te so auch die höch­ste Punkt­zahl errei­chen. Am Ende fehl­ten jedoch 0.72 Punk­te auf den zwei­ten Rang. Womit das Team auf Rang drei lan­de­te, hin­ter den Teams aus Aigle und Genf.

Final­sonn­tag

Am Final­sonn­tag ging es um die Schwei­zer Mei­ster­ti­tel bei den Erwach­se­nen und den Junio­ren, sowie im Syn­chron. Bei den Junio­rin­nen schaff­te es Mari Rüfe­nacht in das Fina­le, lan­de­te aber lei­der beim drit­ten Sprung auf der blau­en Umran­dung und muss­te so die Übung früh­zei­tig been­den. Für sie wur­de es so der drit­te Schluss­rang bei den Juni­or Eli­te Girls. Bei den Jungs wur­de es span­nend. Noël Steck ging als Mit­fa­vo­rit um den Titel Schwei­zer Mei­ster der Junio­ren in das Ren­nen. Mit einer guten Übung wur­de er zwar zwei­ter in sei­ner Kate­go­rie, sicher­te sich aber durch die ukrai­ni­sche Staat­bür­ger­schaft vom 1. Plat­zier­ten den­noch den Titel Schwei­zer Mei­ster der Junio­ren. Bei den Frau­en turn­te Sina Rüfe­nacht in der Kate­go­rie Seni­or Eli­te Women um den Schwei­zer Mei­ster­ti­tel. Mit einer soli­den Übung muss­te sie sich zwar den Tur­ne­rin­nen aus den Stütz­punk­ten in Zürich und Aigle geschla­gen geben, konn­te sich aber trotz­dem den drit­ten Platz sichern. Bei den Män­nern in der Kate­go­rie Seni­or Eli­te Men star­te­te Elia Locher und muss­te sich den Mit­fa­vo­ri­ten aus dem Stütz­punkt Aigle stel­len. Mit 55.73 Punk­ten schaff­te er es wie­der ein­mal, sei­ne Lei­stung aus dem Vor­tag abzu­ru­fen. Nach­dem der Vor­jah­res­sie­ger im zwei­ten Sprung die Übung been­de­te, wur­de es zwi­schen den Dau­er­kon­kur­ren­ten aus Aigle und dem NKL noch ein­mal span­nend. Der Syn­chron­part­ner von Elia für den World Cup in Aro­sa hät­te eine Top Übung tref­fen müs­sen, um Elia noch zu über­ho­len. Doch nach knapp 2 Minu­ten war klar, dass es nicht reich­te und mit der Lan­dung auf der Abdeckung nach dem 10 Sprung wuss­ten alle in der Hal­le, dass der Schwei­zer Mei­ster­ti­tel nach Lies­tal geht.

Im Syn­chron gin­gen ins­ge­samt zwei Mal Gold und zwei Mal Bron­ze an das NKL. Den Titel Schwei­zer Mei­ster durf­ten sich Mari und Sina Rüfe­nacht über­rei­chen las­sen, wäh­rend Ales­sia Frey und Sophia Sigel in der Kate­go­rie Syn­chron U16 gewon­nen haben. Zoe Wiget und Doro­thea Jay erreich­ten in der Kate­go­rie U13 den drit­ten Rang, wie auch Noël Steck und Elia Locher in der Kate­go­rie Syn­chron Men.

Unse­re jüng­sten Tur­ne­rin­nen und Tur­ner zeig­ten eben­falls ein­mal mehr, was sie in der kur­zen Zeit ihrer Tram­po­linkar­rie­re bis­her gelernt hat­ten und tru­gen so einen gros­sen und wich­ti­gen Teil zur NKL-Medail­li­en­samm­lung 2026 bei. Die unten­ste­hen­de Medail­len­über­sicht und die Rang­li­sten zei­gen dies in ein­drück­li­cher Form.

Damit endet die sehr erfolg­rei­che natio­na­le Wett­kampf­sai­son. Nun wird sich ein biss­chen erholt und anschlies­send geht es an die Vor­be­rei­tun­gen zu den inter­na­tio­na­len Wett­kämp­fen in Deutsch­land und in Arosa.

Alle Medail­len

Ein­zel

U11 Girls 1–6 NKL 1. Zoe Wiget 2. Mia Jeger 3. Joli­na Heyoppe

U11 Boys 1. Fynn Schott

U13 Girls 2. Noa Fra­de de Almeida

U15 Girls 1. Sophia Sigel 2. Ales­sia Frey

U15 Boys 1. Robert Kadriu 3. Luc Jullien

Juni­or Girls 2. Dje­la Wyss

Juni­or Eli­te Girls 3. Mari Rüfenacht

Juni­or Eli­te Boys 2. Noël Steck und damit Schwei­zer Juniorenmeister

Seni­or Men 1, Liam Nilsen

Seni­or Eli­te Women 3. Sina Rüfenacht

Seni­or Eli­te Men und damit Schwei­zer Mei­ster 1. Elia Locher

Syn­chron

Syn­chron U13 Doro­thea 3. Jay und Zoe Wiget

Syn­chron U16 1. Ales­sia Frey und Sophia Sigel

Syn­chron Women 1. Mari und Sina Rüfenacht

Syn­chron Men 3. Elia Locher und Noël Steck

Team

3. Noël Steck, Liam Nil­sen, Elia Locher und Sina Rüfenacht

Alle Ergeb­nis­se fin­det man hier.

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